Stiche von Moskitos sind lästig und je nach Region sogar gefährlich. Deshalb ist ein guter Mückenschutzunerlässlich. Welches Moskitoschutzmittel ist am besten? Welche Sprays eignen sich für Kinder und Schwangere? Hier findest du eine Übersicht für Mittel gegen Mücken sowie die wichtigsten Tipps für einen sicheren Mückenschutz.
Die juckenden Stiche sind das eine, Krankheiten das andere: Vor allem in tropischen und subtropischen Regionen übertragen Moskitos Krankheiten. Bekannt sind unter anderem Malaria, Dengue- oder Gelbfieber sowie das Zika-Virus. Ein guter Mückenschutz mindert das Risiko eines Stichs und somit der Übertragung einer Krankheit.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich vor Mücken und anderen Insekten zu schützen. Bewährt haben sich Sprays und Lotionen, Moskitonetze über dem Bett oder auch an einem Hut befestigt sowie stichfeste Kleidung.
Moskitosprays schützen zuverlässig gegen Mückenstiche, manche auch gegen Zecken. Sie enthalten sogenannte Repellentien. Das sind Wirkstoffe, die meist über den Geruchssinn aufgenommen werden und abschreckend wirken. Produkte mit dem Inhaltsstoff DEET sind besonders effektiv. Meistens ist auf der Verpackung angegeben, wie hoch der Anteil des Repellents ist. Einen guten Schutz bieten Mittel ab 20% DEET-Anteil. Ein höherer Anteil schützt nicht besser, aber länger. Bei mehr als 50% DEET steigt die Schutzdauer nicht an, aber allfällige Nebenwirkungen wie Hautirritationen werden wahrscheinlicher. Wie lange der Schutz anhält, ist unter anderem davon abhängig, wie stark du schwitzt oder wie feucht das Klima ist. Mehrmaliges Auftragen hilft, den Schutz zu erhalten. Beachte dazu die Hinweise auf den Sprays.
Mücken und Moskitos meint beides das gleiche: Stechmücken. Bei Mückenschutzmittel geht es entsprechend vor allem darum, Stechmücken fernzuhalten. Zecken gehören zwar zu den Spinnentieren, manche Moskitosprays wirken aber auch gegen die kleinen Tierchen. Das ist jeweils auf der Produktbeschreibung ausgewiesen. Insekt ist wiederum der Überbegriff für alle möglichen kleinen Tiere mit sechs Beinen wie Bienen, Schmetterlinge, Käfer, Libellen oder Fliegen. Insektenschutz wie Netze schliesst entsprechend zusätzlich zu Mücken andere Insekten mit ein beziehungsweise aus, im Falle des Netzes.
Insektenschutz ausschliesslich für Kleidung und Netze imprägniert die Stoffe für bis zu vier Wochen gegen verschiedene Arten von Insekten. Vor allem bei Reisen in tropische Gebiete, in denen krankheitsübertragende Mücken verbreitet sind, lohnt sich diese Massnahme. Nach dem Waschen ist jeweils neues Imprägnieren nötig. Grundsätzlich lassen sich alle Stoffe behandeln, engmaschiges Gewebe macht den Mücken das Stechen zusätzlich schwer. Moskitosprays für auf die Haut funktioniert auf Kleidung nicht.
Wichtig: Diese Sprays sind Insektizide, es handelt sich also um ein Gift. Lese vor dem Gebrauch unbedingt die Produktinformationen, verwende den Insektenspray verantwortungsbewusst und halte ihn von Kindern fern.
Moskitonetze sind eine sehr effektive Methode, um sich vor Insekten zu schützen. Manche Modelle sind zusätzlich mit Mückenschutzmittel behandelt – oder du kannst sie selbst mit einem entsprechenden Spray imprägnieren. Ohne diese Behandlung sind die Netze eine physische Barriere, durch das Imprägnieren verstärkst du diesen Schutz mit chemischen Wirkstoffen. Welches Netz das richtige ist, hängt vor allem davon ab, wohin du reist und wie hoch der Schutzbedarf vor Ort ist.
Moskitonetze für Hängematten eignen sich für Reisende, die tatsächlich in Hängematten schlafen. Für übers Bett eignen sich diese Netze aufgrund ihrer Form nicht. Wenn du mit einem Zelt unterwegs bist, achte auf ein intaktes Innenzelt. Dieses schützt dich gut vor Moskitos.
Die Netze sind oft sehr feinmaschig und anfällig für Risse. Überprüfe sie deshalb regelmässig auf Löcher und nähe diese gegebenenfalls zu. Dafür kannst du behelfsmässig einen normalen Faden nehmen und das Loch komplett verschliessen. Wenn du es professionell reparieren lassen möchtest, finden wir in unserer Reparatur-Werkstatt sicher eine Lösung.
Kleidung an sich schützt häufig schon ein wenig vor Insektenstichen – je engmaschiger, desto besser. Es gibt speziell imprägnierte Moskitoschutzkleidung, beispielsweise von der Marke Craghoppers. Mit einem speziell dafür geeigneten Spray lässt sich auch normale Kleidung behandeln. Die Kleidung sollte langärmlig sein und locker sitzen. Helle Farben sind besser, weil sie weniger Moskitos anlocken.
Trage lange Socken bis übers Fussgelenk, bestenfalls steckst du die Hose in die Socken. Für Risikogebiete lohnen sich zudem stichfeste Socken, damit du nicht immer geschlossene Schuhe tragen musst.
Insbesondere Sprays enthalten teilweise sehr starke Inhaltsstoffe. Für Kinder unter drei Jahren eignen sie sich deshalb nicht. Besser sind speziell für Kinder entwickelte Sprays und Lotions. Diese Mückenschutzmittel enthalten sanftere Wirkstoffe.
Es gibt zudem Armbänder, welche die Insekten fernhalten. Sie geben einen Duftstoff ab, der aber nicht mit der Haut in Berührung kommt. Die Armbänder sind wasserfest, nachfüllbar und halten Insekten bis zu 30 Tage fern.
Unabhängig des Alters eignet sich beim Mückenschutz lange, stichfeste Kleidung oder Mückennetze.
Die richtige Ausrüstung ist wichtig. Aber auch Aspekte der Reisemedizin solltest du in deiner Planung berücksichtigen. Beratung und Fachstellen findest du hier:
Ätherische Öle gibt es als Mückenschutz in verschiedenen Produkten. Duftsticks, ähnlich wie Raumdüfte, Duftspiralen zum Verglühen oder elektrische Zerstäuber geben einen Duft ab, der Mücken fernhält. Diese Produkte sind aber eher schwach und eignen sich deshalb vor allem für Regionen, in denen Mücken keine Krankheiten übertragen.
Auch Hausmittel wie Duftkerzen oder Kokosöl als Lotion können Moskitos fernhalten. Allerdings wirken auch sie nur beschränkt und bieten in Risikogebieten kaum einen Schutz.
Dunkle Kleidung lockt Insekten eher an als helle. Trage deshalb am besten helle Kleidung.
Vermeide stark duftende Parfums und Pflegeprodukte. Die starken Düfte ziehen Mücken an.
Bei stehendem Gewässer halten sich Moskitos besonders gerne auf, hingegen weniger an windigen, trockenen Orten. Berücksichtige das vor allem für deinen Schlafplatz. Auch Rauch hält viele Moskitos fern, das ist zum Beispiel beim Kochen über dem Feuer ein schöner Nebeneffekt.
Wenn die Insekten doch stechen, lindern Salben oder Roll-ons den Juckreiz. Ein Wärmestift ist ebenfalls eine gute Hilfe. Man lädt ihn am Smartphone auf, hält ihn auf den Stich und lässt ihn für einige Sekunden auf der Haut. Die Wärme zerstört die Eiweisse des Gifts, das die Mücken zurücklassen und den Juckreiz auslösen. Unabhängig davon, was für dich am besten funktioniert: Versuche, den Stich nicht aufzukratzen. Das begünstigt Infektionen.
Informiere dich vor deiner Reise über die Symptome der möglichen Krankheiten und die medizinische Versorgung. Notiere dir Notfallnummern und lass dich über nötige Vorkehrungen oder Notfallmedikamente informieren.
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