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«Living Wage»: Ziele und Einschätzungen von Transa

Im Diskurs rund um die soziale Verantwortung und das Thema Menschenrechte in der Lieferkette taucht immer wieder das Schlagwort «Living Wage» auf. Auch in unserem Verständnis von Nachhaltigkeit ist dies wichtig. Folgend findest du die wichtigsten Informationen dazu.

Was ist ein «Living Wage»?

Was ist ein «Living Wage»?

«Living Wage» kann man auf Deutsch als «existenzsichernder Lohn» übersetzen. Es handelt sich also um einen Lohn, der zum Leben reicht. Ein existenzsichernder Lohn ist ein Menschenrecht. Alle Arbeiter:innen weltweit haben das Recht auf einen Lohn, der die Grundbedürfnisse von ihnen und ihren Familien abdeckt. Dazu gehören Nahrung, Unterkunft, Kleidung, Gesundheitsversorgung, Bildung, Transport und die Möglichkeit, Geld für unerwartete Ausgaben zur Seite zu legen.

Die Höhe eines «Living Wage» fällt je nach Region anders aus – und orientiert sich daran, wie viel Geld es an einem bestimmten Ort braucht, um sich und der eigenen Familie den Lebensunterhalt zu finanzieren. Wir orientieren uns beim Berechnen von «Living Wages» an der «Anker Methode», mit der die Global Living Wage Coalition arbeitet. Wenn du mehr dazu wissen möchtest, findest du bei der Global Living Wage Coalition weiterführende Informationen.

Herausforderung «Living Wage»

Herausforderung «Living Wage»

In den globalen Lieferketten ist ein existenzsichernder Lohn oft nicht gegeben. Der Wunsch nach möglichst günstigen Konsumgütern hat bewirkt, dass sich deren Produktion immer mehr in Länder verschoben hat, in denen Gewerkschaften schwach aufgestellt sind und sowohl die sozialen Sicherungssysteme als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, die existenzsichernde Löhne sicherstellen könnten, entweder fehlen oder nur ungenügend umgesetzt werden.

Als Transa können wir zwar davon ausgehen, dass die gesetzlich verlangten Mindestlöhne eingehalten werden. Dazu verpflichten sich unsere Marken und Lieferanten in unserem Code of Conduct. Die gesetzlichen Mindestlöhne liegen aber in vielen Ländern immer noch unter dem, was eine Familie zum Leben braucht, insbesondere in unseren Hauptproduktionsländern in Asien. Das gilt für die ganze Textilbranche, für kleine und grössere Marken, für nachhaltige und nicht nachhaltige Marken.

Transa und «Living Wage»: Unsere Rolle

Transa und «Living Wage»: Unsere Rolle

Transa führt keine Eigenmarken und hat deshalb auch keinen direkten Einfluss auf die Produktionsprozesse und Lieferketten der Lieferanten. Wir können also nicht aktiv «Living Wage»-Projekte in den Fabriken umsetzen, die unsere Produkte herstellen. Dies liegt in der Verantwortung der Marken, die wir in unserem Sortiment führen. Die Marken sind dafür verantwortlich, das Thema «Living Wage» in den Lieferketten anzugehen, sich diesbezüglich Ziele zu setzen und eine entsprechende Roadmap zu definieren. Transa kann das nicht.

Das heisst aber nicht, dass wir nichts in der Hand haben. Wir sehen unsere Verantwortung hier:

Beurteilung des Engagements unserer Marken

Beurteilung des Engagements unserer Marken

Folgende Faktoren weisen unserer Einschätzung nach darauf hin, dass eine Marke sich verbindlich und systematisch für die Bezahlung existenzsichernder Löhne einsetzt:

  1. Die Veröffentlichung von «Living Wage»-Zielen und einer entsprechenden Roadmap*, die detailliert aufzeigt, wie die Marke plant, ihre Ziele zu erreichen.

  2. Eine Mitgliedschaft bei der Fair Labor Association, der Fair Wear Foundation**, Produktion zu mindestens 50% in Fair Trade Certified Konfektionsbetrieben*** oder gleichwertige, belegte Bemühungen (z.B. konkrete Projekte vor Ort).

Wir beziehen uns beim Bewerten ausschliesslich auf öffentlich kommunizierte Informationen der Marken. Denn es geht ja darum, dass Marken zu diesem Thema transparent sein sollen und ihren Kund:innen Zugang zu ihren Plänen und Zielen gewähren.

Akkreditierte FLA-Mitglieder haben dabei bereits hohe Sozialstandards in ihren Lieferketten unter Beweis gestellt. Nicht-akkreditierte FLA-Mitglieder haben sich dazu verpflichtet, die Sozialstandards in ihren Lieferketten anzuheben.

Die Fair Wear Foundation ist auf den Textilsektor spezialisiert. Sie fokussiert auf den Produktionsschritt der Konfektion, weil die Risiken, dass die Arbeitnehmer:innenrechte nicht gewahrt werden, dort besonders gross sind und am meisten Arbeitnehmer:innen betroffen sind.

  • 0 Kriterien erfüllt bedeutet für uns: Die Marke hat keinen «Living Wage»-Fokus

  • 1 Kriterium erfüllt bedeutet für uns: Die Marke engagiert sich für «Living Wages»

  • 2 Kriterien erfüllt bedeutet für uns: Die Marke ist ein Leader im Bereich «Living Wages»

Einschätzung unserer 20 umsatzstärksten Marken

Einschätzung unserer 20 umsatzstärksten Marken

Zusammen generieren die 20 umsatzstärksten Marken etwa 50% des Umsatzes. Patagonia, Arc'teryx, Mammut, Fjällräven, Lowa, Vaude, Ortovox und Deuter engagieren sich für die Bezahlung von existenzsichernden Löhnen in ihren Lieferketten und haben 2024 zusammen 26% des Umsatzes generiert. Die übrigen aufgeführten Marken haben sich bis jetzt noch nicht aktiv für existenzsichernde Löhne in ihren Lieferketten eingesetzt.

Dass die Bekleidungsmarken im Durchschnitt besser abschneiden als andere Marken ausserhalb des Textilsektors, liegt einerseits daran, dass die Textil- und Bekleidungsindustrie in den letzten Jahrzehnten zurecht stärker in der öffentlichen Kritik stand als andere Sektoren. Deshalb war und ist der Druck grösser, sich dem Thema zu widmen. Andererseits liegt es daran, dass die Mitgliedschaft bei der Fair Wear Foundation ausschliesslich Bekleidungsmarken offensteht, weil diese Organisation nur im Bekleidungssektor Sektor tätig ist.

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*Eine Roadmap to Living Wages muss anhand von konkreten und zeitgebundenen Zielen, Meilensteinen und Massnahmen aufzeigen, wie existenzsichernde Löhne in den Lieferketten der Marke erreicht werden sollen.

**Die Fair Labor Association (FLA) und die Fair Wear Foundation (FWF) setzen sich beide für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen ein, einschliesslich der Förderung existenzsichernder Löhne. Die Mitgliedunternehmen und deren Lieferanten werden zum Thema existenzsichernde Löhne geschult und die Sozialstandards in ihren Produktionsstätten werden regelmässig kontrolliert.

*** Fair Trade Certified zertifizierte Fabriken arbeiten ebenfalls auf die Bezahlung von «Living Wages» hin oder bezahlen diese bereits. Zusätzlich geht pro verkauftem Produkt, das in einer zertifizierten Fabrik hergestellt wird, eine Prämie in den Community Developement Fund der Arbeiter:innen dieser Fabrik. Die Arbeiter:innen entscheiden in einem demokratischen Prozess, wofür sie dieses Geld nutzen möchten.

Stand März 2025

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